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Wie funktioniert eine Pulsuhr ohne Brustgurt?

Genaugenommen gibt es ausschließlich eine Pulsuhr ohne Brustgurt, da die anderen Modelle mit Brustgurt nicht den Puls, sondern die Herzfrequenz messen. Je nach Einsatzgebiet bieten diese Modelle die besseren Ergebnisse.

Obwohl mit dem Brustgurt die Herzfrequenz und nicht der Puls gemessen werden, hat sich der Begriff Pulsuhr durchgesetzt. Für den Einsatz im Hobbysport ist die Begrifflichkeit auch relativ unerheblich, da in der Messung von Puls und Herzfrequenz in der Regel die gleichen Werte erhoben werden. In einem Fall wird gemessen, wann das Herz schlägt, im anderen die Druckwellen des Blutes in den Adern. Wenn man beim Sport seine Herzfrequenz überprüfen möchte, sind beide Messwerte geeignet. Eine Pulsuhr ohne Brustgurt hat dabei den Vorteil, mit weniger Teilen auszukommen.

Der Brustgurt empfängt die Frequenz direkt am Herzen. Er muss daher recht eng um die Brust geschnallt werden. Gerade bei sehr schlanken Menschen, bei denen der Empfänger nur knapp über dem Solar Plexus liegt, tritt häufig das Gefühl auf, den Gurt zu verlieren. Kräftigere Menschen fühlen sich dagegen schnell eingeengt, wenn der schmale Gurt sich zu stark in die Haut schnürt. Da der Gurt via Funk seine Messergebnisse an ein Anzeigegerät gibt, kann es vereinzelt auch zu Störungen kommen. Manche Modelle unterscheiden nicht zwischen den Gurten. Kommt man einem anderen Sportler zu nahe, kann es sein, dass beide Messungen addiert werden.

Eine Pulsuhr ohne Brustgurt entgeht diesem Problem meist, indem die Anzeige am Handgelenk direkt mit dem Messinstrument verbunden ist. Bei den meisten Modellen ist dies eine Fingerschlaufe, die mit einem Lichtsensor ausgestattet ist. Die Arterie im Finger wird durchleuchtet. So wird der Puls als Schatten sichtbar. In den meisten Fällen stimmt dieser Puls mit der Herzfrequenz überein. Doch wenn man an Herzrythmusstörungen leidet, kann es vorkommen, dass das Blut zu langsam reagiert, um Extraschläge oder andere Störungen erkennbar zu machen. Auch bei großer Belastung kann es sein, dass die Herzfrequenz so schnell ansteigt, dass die Druckwellen in den Adern sich gegenseitig aufheben. Bei einem gesunden Hobbysportler sind solche Störungen allerdings sehr selten. Nur sollte man sich nicht aufgrund der Messergebnisse einer Pulsmessung am Finger über mögliche Anzeichen einer Herzkrankheit hinwegtäuschen lassen.

01.04.2010