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Wie funktioniert eine Lasik-Laser-Behandlung?

Mit einer Lasik-Laser-Behandlung können Fehlsichtigkeiten direkt im Auge korrigiert werden. Anstatt eine Linse vor dem Auge zu tragen, werden die Werte der Linsen in die Augenhornhaut eingebrannt.

Es klingt im ersten Moment sehr unangenehm, zu spüren ist der Lasik- Laser selbst allerdings kaum. Bei Kurzsichtigkeit oder Hornhautverkrümmungen besteht die klassische Behandlung aus einer Linse, die vor dem Auge getragen wird. Das ankommende Licht wird so gebrochen, dass die Bilder auf der Netzhaut scharf abgebildet werden können. Bei Kurzsichtigkeit ist das Problem, dass der Augapfel zu lang ist und so der Brennpunkt der Linse vor der Netzhaut liegt. Mit einer Brille oder Kontaktlinse wird das Licht etwas gestreut, sodass der Brennpunkt nach hinten verschoben wird. Bei einer Hornhautverkrümmung kann das Bild nicht scharf abgebildet werden, weil die Hornhaut das Licht verzerrt.

Die Wirkung einer nicht ebenmäßigen Hornhaut wird bei der Lasik- Behandlung ausgenutzt. Die Brechwirkung, die benötigt wird, um Schärfe herzustellen, wird mit dem Laser in die Hornhaut eingebrannt. So kann das Licht gebrochen werden, bevor es zur Linse gelangt. Bei erfolgreicher Behandlung ist anschließend keine zusätzliche Sehhilfe mehr notwendig. Damit die Heilung schmerzfrei verlaufen kann, wird vor dem Lasereinsatz eine dünne Scheibe von der Hornhaut geschnitten und zur Seite gekappt. Diese Klappe dient anschließend als Wundauflage. So kann schon einen Tag nach der Behandlung der volle Erfolg gesehen werden. In den meisten Fällen bleibt die Sehkraft auch dauerhaft gut eingestellt.

Bevor der Lasik-Laser zum Einsatz kommen kann, müssen einige Voruntersuchungen gemacht werden. Die Fehlsichtigkeit muss wesentlich genauer bestimmt werden, als bei der Anpassung einer Brille. Zusätzlich muss der behandelnde Arzt wissen, ob die Augen gesund sind und die Behandlung ohne Schaden überstehen. Da die Hornhaut teilweise abgetragen wird, muss sie vorher eine bestimmte Dicke haben, damit auch anschließend der Schutz für das Auge gegeben ist. Die Dicke der Hornhaut bestimmt auch die Grenze, bis zu der eine Kurzsichtigkeit behoben werden kann. Je früher eine Laser-Behandlung durchgeführt wird, desto mehr lohnt sie sich, denn eine mit dem Alter auftretende Alterssichtigkeit würde von einer nicht behandelten Kurzsichtigkeit ausgeglichen.

26.05.2010